Implantate

 

Implantate

Bei einem Implantat handelt es sich um künstliche Zahnwurzeln, die in den Kieferknochen eingepflanzt werden, um die Funktion und Ästhetik fehlender Zähne wiederherzustellen Implantate sind im Allgemeinen gewebeverträglich und äußerst haltbar.Aussehen und Verwendung von Implantaten sind sehr angenehm, sodass ihr Vorhandensein im Mundraum nicht einmal bemerkt wird.

Die Vorteile einer Implantat-Therapie bestehen darin, dass bei Patienten, denen ein einziger Zahn fehlt, die benachbarten Zähne nicht in Mitleidenschaft gezogen werden müssen, wenn nur eine Zahnlücke restauriert werden soll. Außerdem bietet sie ästhetisch und funktionell bessere Ergebnisse.Patienten mit mehreren Zahnlücken im Ober- oder Unterkiefer müssen ihre gesunden Zähne opfern, damit eine Brücke angefertigt werden kann.Bei Beschwerden wie durch die Bewegung der Prothese bedingte Druckstellen oder Kaubeschwerden bei vollständigem Zahnverlust im Ober- oder Unterkiefer sowie reduzierter Geschmacksempfindung bei Patienten mit Oberkieferprothesen, welche den Gaumen verschließen, können diese Nachteile mittels einer Implantat-Therapie beseitigt werden.

21. Jh. ist das Jahrhundert der Implantate.Die Kenntnisse und Technologien bezüglich Implantaten entwickeln sich laufend weiter.Allerdings gibt es einige Dinge, auf die Patienten achtgeben müssen, damit Implantationen erfolgreich verlaufen und die Implantate lange Jahre gute Dienste leisten.Hierbei gehört, dass man auf die Mundhygiene achtet, auf Zigaretten- und Alkoholkonsum verzichtet, ggf. eventuelle Gelenkbeschwerden vorher behandeln lässt und den Genuss von Tee, Kaffee und Colagetränken reduziert.

Geschraubte Zähne" (Implantate)

Die im Volksmund als geschraubter Zahn, Zahneinpflanzung oder künstliche Zahnwurzel bezeichneten Zahnimplantate sind zwar seit den 1960er Jahren bekannt, eine Steigerung ist jedoch, wie auf der ganzen Welt, so auch in unserem Land, mit ständig steigender Tendenz erst seit den 1980er Jahren zu verzeichnen.Wenn auch keine definitiven Zahlen vorhanden sind, so wird die Anzahl der in unserem Land verpflanzten Implantate doch auf ca. einhunderttausend pro Jahr geschätzt.Dass die Implantologie in letzter Zeit so populär wurde, hängt in erster Linie damit zusammen, dass sie im Vergleich zu herkömmlichen zahnärztlichen Methoden des Zahnersatzes wie Brücken, die sich an vorhandenen Zähnen abstützen, sowie Voll- und Teilprothesen, sehr viel ästhetischere und komfortablere Behandlungsergebnisse liefert.

Der größte Nachteil von Implantaten ist, dass die Behandlungskosten höher liegen, weil je nach vorhandener Mundstruktur der Patienten unterschiedliche chirurgische Eingriffe erforderlich sind, die eingesetzten Materialien aus dem Ausland eingeführt werden und die behandelnden Ärzte an laufenden Schulungen teilnehmen müssen.Wenn die Kosten auch auf den ersten Blick hoch erscheinen, ist verglichen mit herkömmlichen Methoden die Implantat-Therapie langfristig doch die wirtschaftlichere Alternative.

Implantate bieten viele verschiedene Behandlungsmöglichkeiten bei allen Zahnverlusten (Einzelzahnlücken, größere Zahnlücken und vollständiger Zahnverlust) und sind sicher in der Anwendung..Vor der Implantation besteht der wichtigste Schritt in der Ermittlung der Behandlungsalternativen durch den Arzt, in Anbetracht des allgemeinen Gesundheitszustands des Patienten, der klinischen und röntgentechnischen Auswertung und der Patientenwünsche.Vereinfacht bestehen zwei grundlegende Behandlungsmöglichkeiten: zum einen implantatgestützte herausnehmbare Prothesen, bei denen der Patient die Prothese zur Pflege selbst aus dem Mund nimmt, und zum anderen implantatgestützte feste Prothesen, d. h. Prothesen, die im Mund auf die Implantate geklebt oder verschraubt werden und durch den Patienten selbst nicht herausgenommen werden können Diese beiden Alternativen — herausnehmbarer und fester Zahnersatz — beinhalten in sich viele weitere Methoden.Das Wissen und die Erfahrung des behandelnden Arztes ist bei der Festlegung der idealen Implantat­ Therapiemethode ein wichtiges Kriterium.

In den ersten Phasen einer Implantation stellte es das größte Hindernis dar, wenn für das in den Kieferknochen einzupflanzende Implantat keine ausreichende Knochensubstanz zur Verfügung stand.Mit dem technischen Fortschritt und den Erkenntnissen aus den Implantat-Therapie sowie der Entwicklung von verschiedenen Geräten und Materialien wie auch chirurgischen Methoden stellt ausreichende Knochensubstanz keine Vorbedingung mehr dar, um allen in Betracht kommenden Patienten die Implantat-Therapie anbieten zu können.Mit synthetisch hergestelltem oder von anderen Lebewesen entnommenem Knochenmaterial sowie mit Knochen aus anderen Körperteilen der Patienten kann die zu geringe Knochensubstanz augmentiert werden.Die Umsetzung von derartigen, als fortschrittliche Implantatchirurgie bezeichneten Anwendungen durch Fachärzte mit ausreichender Ausrüstung und Erfahrung wird die Gefahr irgendwelcher Komplikationen und Probleme sowohl bezüglich des chirurgischen Eingriffes als auch den auf diesen zu errichtenden Prothesen minimalisieren.

Aufgrund der erhöhten Möglichkeiten und gesunkenen Kosten durch die weiterentwickelte Technologie in der Implantat-Therapie steigt die Anzahl der gesetzten Implantate ständig weiter an.Proportional zu dieser Steigerung vermehren sich die chirurgischen Eingriffe zum Einsetzen von Implantaten und die Komplikationen und Probleme mit den darauf sitzenden Zahnkronen.Daher sollte der behandelnde Arzt über genügende Kenntnisse und Erfahrung verfügen, den Patienten seinen Wünschen und den Untersuchungsergebnissen entsprechend zu beraten und die am besten geeignete Behandlung anzubieten sowie sich eventuell auftretender Probleme anzunehmen.